Nachrichten aus Israel

12. November 2011

Nachrichten aus Israel
(Quelle: Jewish News Service, JNS)

Woche 15. – 21.9.2008
Schule für Juden in Äthiopien gegründet
In Äthiopien öffnete eine Schule, um die Staatsbürger jüdischer Abstammung auf ein Leben in Israel vorzubereiten. Die Schule wurde von mehreren amerikanisch-jüdischen Organisationen unter Führung der “Nordamerikanischen Konferenz Äthiopischer Juden” (NACOEJ) gegründet. Die äthiopische Regierung versprach dabei volle Unterstützung. In der Schule sollen Hebräisch, Religion und Jüdische Kultur unterrichtet werden. Die Kinder sollen dort auf ihr zukünftiges Leben in ihrem jüdischen Heimatland vorbereitet werden, berichtet die Tageszeitung “Jerusalem Post”.

Rund 10.000 Falasch Muras (so bezeichnen sich die Juden in Äthiopien), die noch auf eine Heimkehr-Erlaubnis nach Israel warten, können die Schule in Gondar besuchen. Am Sonntag hatte die israelische Regierung entschieden, dass Vertreter des Innenministeriums die Einwanderungserlaubnis von rund 3.000 Äthiopiern prüfen sollen, deren Name bereits seit 1999 auf der so genannten Efrati-Liste steht. Doch soll es noch 8.000 bis 10.000 weitere Äthiopier geben, die “auch bedacht werden” müssten, ließen laut “Jerusalem Post” führende Mitglieder äthiopischer Gemeinden verlauten. Neben der Debatte, ob Israel weiterhin Falasch Muras ins Land lässt, wird auch über die Finanzierung diskutiert. Unklar ist, ob die “Vereinigten Jüdischen Gemeinschaften”, der Hauptgeldgeber der “Amerikanischen Juden”, weiterhin finanzielle Unterstützung anbieten. Viele Familien haben kein weiteres Einkommen außer den Spenden des “Nordamerikanischen Judenheit”.

Ahmadinedschad: Auch Idee eines “Klein-Israel” ist abgelaufen
Irans Präsident beschwor erneut den Untergang Israels. “Manche sagen, die Idee eines Groß-Israels sei abgelaufen; ich sage, auch die Idee eines Klein-Israels ist abgelaufen”, erklärte Mahmud Ahmadinedschad, der im gleichen Atemzug erneut den Holocaust als “Schwindel” bezeichnete. Hingegen verübe Israel einen Holocaust am palästinensischen Volk. Gleichzeitig meinte Ahmadinedschad, dass die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) keinen rechtlichen Anspruch darauf habe, im Iran Material zu überprüfen, das auf den Bau einer Atombombe hindeutet. Dies sagte er am Donnerstag gegenüber Reportern des iranischen Senders Press TV. Die IAEA hatte am Montag mitgeteilt, dass der Iran ihre Inspektionen blockiere, die dadurch in eine Sackgasse geraten seien. Die Organisation versucht, Geheimdienstinformationen nachzugehen, denen zufolge der Iran seine Shihab-3-Raketen für atomare Sprengköpfe tauglich mache.

Israel wird offizielles Reiseland für Chinesen
Die Regierungen in China und Israel haben das “Heilige Land” als neues Reiseziel für chinesische Touristen bestätigt. Ende September werden die ersten Gruppen aus dem Reich der Mitte erwartet. Bislang benötigten Touristen aus China spezielle Einladungsbriefe, um ein Geschäftsvisum für Israel zu erhalten. Aufgrund des Abkommens zwischen beiden Ländern, welches bereits im vergangenen Jahr geschlossen wurde, ist jetzt die Einreise von Gruppen möglich. Am 25. und 28. September werden die ersten beiden Reisegruppen mit insgesamt 80 Besuchern aus China erwartet. Während des Aufenthaltes werden sie Jerusalem, das Tote Meer, Eilat und einige historische Stätten in Jordanien besuchen. Die zehntägige Reise kostet die Touristen pro Kopf rund 4.100 Dollar. Laut der Tageszeitung “Ha´aretz” laufen in Israel zahlreiche Vorbereitungen für die chinesischen Touristen. Unter anderem werden Flyer in chinesischer Sprache gedruckt, chinesisch-sprechende Reiseführer werden ausgebildet und entsprechendes Personal in den Hotels angeworben. In Peking wurde zudem ein israelisches Tourismusbüro eröffnet.

Freier Blick auf Bahai-Gärten in Akko
Das Bahai-Weltzentrum mit Sitz in Haifa hat eine Militär-Basis aus der Zeit des britischen Mandats aufgekauft, welche die Sicht auf die Gartenanlage ihrer heiligen Stätte in Akko blockiert. Bis August 2009 will die israelische Armee die Anlage räumen, danach soll sie abgerissen werden. Wie die Tageszeitung “Ha´aretz” berichtet, hat das Zentrum dem Verteidigungsministerium rund 7,8 Millionen Euro für die Anlage gezahlt. Die Verhandlungen darüber hätten mehr als zwei Jahre gedauert. Durch den Abriss der Armeebasis soll die prächtige Gartenanlage vom Norden sichtbar gemacht werden. Zudem sind Pläne im Gespräch, die Gärten auf das Gelände der Anlage zu erweitern. Die Bahai-Gärten in Akko mit dem Grabmahl des Religionsstifters Bahá’u’ lláh sind neben dem Weltzentrum in Haifa die heiligsten Stätten der Religion. Sie wurden im Juli 2008 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Desktop-PC in Schlüsselgrösse
Ein israelischer Hersteller kündigt seinen Desktop-Winzling “fit-PC Slim” an. Der Windows-Rechner soll kaum grösser als ein Autoschlüssel sein und als Thin-Client oder mobile Surfstation geeignet sein. Der Mini-Desktop “fit-PC Slim” umfasst laut Hersteller CompuLab 330 Kubikzentimeter Gehäusevolumen. Die AMD-CPU hat eine Taktfrequenz von 500 MHz und 512 MB RAM. Für das Surfvergnügen stehen 100-MB-Ethernet oder WLAN zur Auswahl. Als Betriebssystem kann sowohl Windows als auch Linux zum Einsatz kommen. VGA-Ausgang, Stereo-Line-In- und -Line-Out-Steckplätze und drei USB-2.0-Ports sind vorhanden. Die 60 GB starke Festplatte benötigt laut CompuLab vier bis sechs Watt. Der interne Langzeitspeicher des Winzlings kann aufgebessert oder auf eine Solid-State-Disk umgestellt werden. Der “fit-PC Slim” soll in zwei bis drei Wochen verfügbar sein und mit vorinstalliertem Linux umgerechnet rund 430 Franken (ohne Steuern) kosten. Für Windows SP SP3 werden zwischen 30 bis 60 Franken draufgeschlagen.

Iran spielte Rolle bei Anschlägen vom 11. September 2001
Der amerikanische Journalist Kenneth Timmerman legte diese Woche offen, dass die US-Regierung vor vier Jahren zugegeben hatte, dass der Iran angeblich eine Hauptrolle im Al-Kaida-Anschlag auf das Welthandelszentrum im New York vom 11. September 2001 hatte. Seither habe die Regierung jedoch versucht, dies totzuschweigen. Der 9/11-Report von 2004 bestätigt, dass der Iran direkt und materiell verwickelt war. Acht der zehn Terroristen, die diese Anschläge in New York und Washington ausführten, reisten seit Oktober 2000 bis Februar 2001 des öfteren in den Iran. Ausserdem habe Imad Mughniya, der Planer der Hisbollah, der inzwischen getötet wurde, die Entführer bei den Reisen im Nahen Osten begleitet. Trotz dieses Beweismaterials habe die US-Regierung den Iran nie zur Rede gestellt oder angeklagt. Timmerman glaubt, dass das amerikanische Volk über diese Tatsachen im Dunkeln gehalten wurde, um Forderungen militärischer Aktion gegen Iran zu verhindern.

Tote bei Tunneleinsturz
Nahe der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Ägypten ist in der Nacht zum Donnerstag ein Tunnel eingestürzt. Dabei kamen zwei Palästinenser ums Leben. Die palästinensische Nachrichtenagentur “Ma´an” meldet unter Berufung auf medizinische Quellen, dass es sich bei den Toten um den 19-jährigen Ibrahim Sorab und den 23 Jahre alten Ahmad Abu Seilach handelt. Ägyptische Sicherheitskräfte entdecken immer wieder Tunnel, durch die Waffen, Waren und auch Personen in den Gazastreifen geschmuggelt werden. Bei einem weiteren Einsturz in Gaza-Stadt erlitten mehrere Menschen Verletzungen. Zwei Palästinenser wurden am Donnerstagmittag noch vermisst.

Ägypten genehmigt Ausreise für Pilger
Ägypten hat am Montag 600 Palästinensern aus dem Gazastreifen die Genehmigung für die “Hadsch” – die islamische Pilgerreise nach Mekka – erteilt. Dafür soll am kommenden Samstag der Rafah-Grenzübergang geöffnet werden. Wie die palästinensische Nachrichtenagentur “Ma´an” mitteilte, hätten die Palästinenser bereits ihre Flüge gebucht und die Einreisegenehmigungen von Saudi-Arabien eingeholt. Ursprünglich hatten 2.200 Palästinenser aus der Region um Reisegenehmigung gebeten. Jeder volljährige, freie Muslim, der es sich leisten kann, ist verpflichtet, einmal im Leben nach Mekka zu pilgern. Der Rafah-Grenzübergang – auch das Tor zur Welt genannt – wurde von Israel im Juni 2007 nach der Machtübernahme durch die Hamas geschlossen.

Kooperation zwischen Israelis und Palästinensern
Das junge High-Tech-Unternehmen Ghost ist ein einzigartiges Beispiel für die Fruchtbarkeit der Kooperation zwischen Israelis und Palästinensern. Die sowohl in Modi’in als auch Ramallah ansässige Firma hatte bereits mit ihrem virtuellen Computer Schlagzeilen gemacht. Nun stellte sie auf der US-amerikanischen Ausstellung Demo ein neues Produkt vor. Dabei handelt es sich um eine Lösung, die den Zugang zu dem virtuellen Computer über das Mobiltelefon ermöglicht. Insbesondere mit dem iPhone von Apple lässt sich das Produkt sehr bequem anwenden. Ghost wurde 2006 von dem Israeli Zvi Schreiber gegründet und hat heute 40 Mitarbeiter. 35 davon arbeiten in Ramallah, der Rest ist in Modi’in tätig.

Israelische Gesetze in arabischer Sprache
Gesetzestexte, die für israelische Militärgerichte gelten, sind jetzt auch in arabischer Übersetzung erhältlich. Dies soll palästinensischen Rechtsanwälten im Westjordanland zugute kommen, die sich im hebräischen Gesetzesdschungel nicht zurechtfinden. Wie die Zeitung “Ma´ariv” berichtet, gehört zu den Initiatoren die israelische Anwältin Smadar Bar-Nathan. Auch die Organisationen “Machsom Watch”, “Öffentlicher Ausschuss gegen Folter in Israel” und “Club des palästinensischen Häftlings” sind an dem Projekt beteiligt. Die Gesetze in arabischer Sprache sind an palästinensische Anwälte verteilt worden, die an besonderen Fortbildungen teilgenommen haben, um ihr Auftreten vor israelischen Militärgerichten zu verbessern. Bisher fanden diese Schulungen in den Autonomiestädten Ramallah und Bethlehem statt. Die Initiatoren haben vor, auch juristische Fakultäten, Menschenrechtsorganisationen und Akademien mit den arabischen Texten auszustatten.

Libanesische Zeitung behauptet: Praesident Sarkozy fuer Hisbollah
Bei seinem Besuch in Damaskus soll der französische Präsident Nicolas Sarkozy gesagt haben, das die französische Regierung die Hisbollah nicht als eine Terrororganisation ansieht und sogar deren Kampf gegen Israel unterstütze, so die libanesische Zeitung Al-Akhbar. Sarkozy hatte dieser Zeitung ein Interview gegeben und gesagt, dass man in Paris den Widerstand gegen Besatzung anerkennt, denn auch Frankreich hat in seiner Vergangenheit ähnliches erlebt. Wenn man der Zeitung Glauben schenken kann, ist es so zu verstehen, dass Sarkozy den Kampf des französischen Widerstands gegen die Nazis mit dem Kampf der Hisbollah gegen die Besatzung Palästinas durch Israel verglich. Gleich nachdem Sarkozy aus Damaskus abfuhr, gab Syriens Präsident Bashar Assad bekannt, niemals die Beziehungen zur Hisbollah abbrechen zu wollen.

Israelis lieben Berlin, Bayern und den Schwarzwald
Goldi Gottlieb, die Direktorin des deutschen Fremdenverkehrsbüros in Israel, teilte vergangene Woche mit, dass Berlin, Bayern und der Schwarzwald die von Israelis bevorzugten Reiseziele in Deutschland sind. Sie berichtete dies vor einem Empfang zu Ehren des Staates Israel in der Residenz des deutschen Botschafters in Tel Aviv, Harald Kindermann. Im Jahr 2007 besuchten insgesamt 370 000 israelische Touristen Deutschland und in diesem Jahr waren es bisher bereits 250 000. Nach Auskunft von Gottlieb könnte die Zahl der Urlauber aus Israel noch um einiges höher sein, jedoch stünden nicht genügend Flüge zur Verfügung, um die Nachfrage zu decken. Entsprechend des Flugfahrtabkommens zwischen Deutschland und Israel gibt es pro Woche 18 Linienflüge beider Seiten: El Al fliegt 18 mal nach Berlin, Frankfurt und München, Lufthansa fliegt 14 mal nach Frankfurt und Hapag Fly je einmal nach Hamburg, Köln, München und Berlin. Ausserdem gibt es noch Charterflüge, darunter Israir, die zwei Flüge pro Woche nach Berlin anbietet. “Der israelische Tourist ist in Deutschland begehrt” , sagt Gottlieb, “und gilt als guter, qualitätsvoller Tourist, der in seine Reise zu investieren weiss.”

Ministerpraesident Olmert spricht von Pogrom an Palästinensern
Der israelische Ministerpräsident Olmert hat am Sonntag mit scharfen Worten auf massive Ausschreitungen von Siedlern gegen palästinensische Dorfbewohner reagiert und versprochen, dass die Sicherheitskräfte die Urheber der Gewalttätigkeiten verfolgen würden. Die Ausschreitungen hatten begonnen, nachdem ein palästinensischer Eindringling am Samstag in der Siedlung Shalhevet in Cisjordanien an einem Haus Feuer gelegt und einen neunjährigen Knaben aus der Siedlung mit Messerstichen verletzt hatte. Der Palästinenser hatte an einem zu der Zeit leerstehenden Gebäude Feuer gelegt und wollte noch ein weiteres Haus anzünden, als er von dem Kind überrascht wurde. Der Attentäter versetzte ihm mehrere Messerstiche, warf es nieder und flüchtete in das palästinensische Dorf Assira al-Kabaliya. Kurze Zeit später kamen bewaffnete Männer aus der nahe gelegenen Siedlung Yizhar zu der Ortschaft, warfen Steine und schossen in das Dorf. Je nach Angaben wurden zwischen vier und acht Palästinenser durch Schüsse verletzt. Laut Berichten von Augenzeugen und Fernsehreportern standen Soldaten in der Nähe, taten aber offenbar wenig oder nichts, um dem Treiben Einhalt zu gebieten. Später wurde bekannt, dass sie zwei Siedlern Waffen abgenommen, aber keine einzige Verhaftung gemacht hatten.

Fast wöchentlich werden Zusammenstösse mit Siedlern bekannt, an denen insbesondere Bewohner von Yizhar beteiligt sind. Oft richtet sich der Zorn der Siedler auch gegen Soldaten und Offiziere, die zu ihrem eigenen Schutz aufgeboten sind. Vor einer Woche brachen Siedler einem israelischen Offizier den Arm. Zu Beginn der wöchentlichen Kabinettssitzung erklärte der Ministerpräsident am Sonntag, dass er im Staate Israel keine «Pogrome» zulassen werde. Dass Siedler selber das Recht in die eigene Hand nähmen und mit Gewalt und Brutalität um sich schlügen, sei unverzeihlich und werde von den Sicherheitskräften geahndet werden. General Gadi Shamni wies darauf hin, dass sich das Tun gewaltbereiter Siedler nicht nur gegen Palästinenser richte, sondern auch gegen die eigenen Truppen, versuchte dann aber, die Angelegenheit herunterzuspielen. Er wiederholte die in Israel häufige und reichlich abgegriffene Formel, dass die Übergriffe bloss von einer Handvoll rabiater Jugendlicher durchgeführt würden, obwohl hier jedermann weiss, wie weiterverbreitet die Gewaltbereitschaft unter den Siedlern ist. Im Weiteren wies der General darauf hin, dass die Untat des Palästinensers, der das Feuer gelegt und den Knaben verletzt hatte, möglicherweise verhindert worden wäre, wenn die Siedlung umzäunt gewesen wäre. Doch die Bewohner lehnten Sicherheitsanlagen aus ideologischen Gründen ab. Sein Aufruf an die Rabbiner und die Führer der Siedlerbewegung, mässigend auf die angebliche Handvoll von Halbstarken einzuwirken, wurde denn auch sogleich verworfen. Der Vorsitzende des Siedlerrates, Benny Katzover, gab sich völlig uneinsichtig und weigerte sich in einem Radiointerview, die Übergriffe zu verurteilen. Die Siedler hätten gar keine andere Wahl, als zur Selbstjustiz zu greifen, erklärte er, da die Regierung sie ihrem Schicksal überlassen habe.

Olmert bereit 98,1 % des biblischen Kernlandes abzugeben
Ministerpräsident Ehud Olmert wäre bereit für einen Frieden mit den Palästinensern 98,1 % des verheißenen Landes, also des biblischen Kernlandes von Judäa und Samaria, an die Palästinenser abzutreten. Damit bot er den Palästinensern 10 % mehr als sein Vorgänger Ariel Sharon, der immer noch im Koma liegt, und erhöhte sein eigenes Angebot von früher um 4 %. Er erklärte gestern weiter, dass die Vision eines Gross-Israels, womit er die biblischen Grenzen meint, nicht länger existiere und die Personen die weiter an dieser Meinung festhalten, Träumer seien. Vor einigen Jahren habe er auch noch daran geglaubt, inzwischen jedoch seine Meinung geändert. “Ich dachte, dass das Land vom Jordan bis zum Mittelmeer uns gehört, aber nach einem langen und blutigen Prozess, kam ich zu dem Entschluss, dass wir mit unseren Nachbarn teilen müssen, wenn wir nicht ein Zweinationenstaat sein wollen”, so Olmert.

Massnahmen gegen Irakischen Abgeordneten nach Israel-Besuch
Das irakische Parlament hat am Sonntag die Immunität des Abgeordneten Mithal al-Alusi aufgehoben. Der Vorsitzende der Demokratischen Partei hatte in der vergangenen Woche an einer Konferenz in Israel teilgenommen. Wie zwei Abgeordnete laut der Zeitung “Ma´ariv” bestätigten, darf Al-Alusi das irakische Staatsgebiet bis auf Weiteres nicht verlassen. Er ist von den Parlamentssitzungen ausgeschlossen und kann vor Gericht gestellt werden. Die Reise nach Israel sei illegal gewesen, so der sunnitische Politiker Osama al-Nudscheif und der Schiite Haider al-Ibadi. Es handele sich um eine Demütigung für die Iraker, die Israel als historischen Feind betrachteten. Bei der jährlichen Anti-Terror-Konferenz im israelischen Herzlija hatte Al-Alusi am Mittwoch den Iran angegriffen, weil er sich in interne irakische Angelegenheiten einmische. Zudem plädierte er für einen Zusammenarbeit mit westlichen Geheimdiensten: “Es reicht nicht aus, dass Israel einen guten Geheimdienst hat und die USA einen guten Geheimdienst haben. Man muss sie verbinden und unter den Geheimdiensten zusammenarbeiten. Eine Zusammenarbeit zwischen Israel, Jordanien, Kuwait, der Türkei und den USA wird gewährleisten, dass wir richtige Geheimdienstinformationen zur Verfügung haben und schnell reagieren können.” Al-Alusi hatte bereits in den Jahren 2004 und 2005 an der Konferenz teilgenommen. Er ist Mitbegründer der Demokratischen Partei im Irak. Zuvor vertrat er die Ba´ath-Partei von Diktator Saddam Hussein im irakischen Parlament. Infolge seines ersten Besuches in Israel verlor er seinen Parlamentssitz und überlebte mehrere Attentate. Zwei seiner Söhne kamen im Februar 2005 bei einem Anschlag auf ihn ums Leben.

Paul McCartney laesst sich nicht einschuechtern
Paul McCartney will auf jeden Fall in Israel auftreten – auch wenn er derzeit unter Druck gesetzt werde, so der Sänger. Er sagte: «Ich bin von verschiedenen Gruppen und politischen Institutionen angegangen worden, die mir nahe legten, nicht zu kommen. Ich mache was ich will. Zudem habe ich einige Freunde, die Israel unterstützen.» Ein im Libanon lebender moslemischer Terrorführer drohte, einen Selbstmordattentäter entsenden zu wollen, der den Sänger der legendären Beatles-Band bei seinem Konzert in Israel töten soll. Das Konzert wird gegen Ende September im Rahmen der kulturellen Feiern zum 60. Geburtstag Israels stattfinden. In der britischen Zeitung Sunday Express wurde Scheich Omar Bakri zitiert, dass dieser Auftritt in Israel ihn zum Feind aller Moslems avancieren würde. “Paul McCartney ist der Feind eines jeden Moslem. Wir haben sich aufopferungswillige Personen bereitstehen, die nicht tatenlos beiseite stehen werden, wenn er an der Feier der israelischen Okkupation und Unterdrückung teilnimmt. Wenn er kommt, wird er nicht sicher sein”, so Bakri. Der Künstler selbst war über diese erneute Drohung schockiert, verweigerte jedoch das Konzert abzusagen. Auch verschiedene andere antiisraelisch ausgerichtete politische Gruppen hätten ihn aufgefordert, nicht in Israel aufzutreten.

Israelische Einheiten sollen indische Soldaten trainieren
Um Indien im Kaschmir-Konflikt zu unterstützen, will Israel demnächst hochqualifizierte Kommandotruppen seiner Armee in den südasiatischen Staat schicken. Diese sollen dort indische Anti-Terror-Einheiten ausbilden. Wie die Tageszeitung “Jerusalem Post” meldet, war der israelische Brigadegeneral Avi Misrachi in der vergangenen Woche zu entsprechenden Gesprächen nach Indien aufgebrochen. Die dreitägige Reise war bis zu ihrem Abschluss aus Angst vor Gewaltausbrüchen in Kaschmir geheimgehalten worden. Bei seinem Besuch habe Misrachi unter anderem einen Vortrag über Anti-Terrormassnahmen auf einem Militärstützpunkt in Kaschmir vor hochrangigen indischen Offizieren gehalten. Dem Bericht zufolge sollen die israelischen Militärs indische Soldaten in Anti-Terror-Taktiken trainieren und im Umgang mit Häuser- und Guerillakämpfen ausbilden. Indien ist der größte Importeur von Waffen aus Israel. Seit dem Jahr 2002 hat es militärische Ausrüstung im Wert von mehr als fünf Milliarden Dollar von Israel gekauft.

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